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24. Februar 2021 – EPA Studie: Internationale Patentanmeldungen im Bereich der 4IR-Technologie

Ende letzten Jahres hatte das Europäische Patentamt die Studie „Patents and the Fourth Industrial Revolution“ veröffentlicht, in der internationale Patentfamilien von 4IR-Technologien untersucht wurden. Im Betrachtungszeitraum der Jahre 2010 bis 2018 sind der Studie zufolge weltweit überdurchschnittlich viele Patente im Bereich der digitalen Technologien (5G, Big Data, Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz) angemeldet worden.

Die Zahl der weltweiten Patentanmeldungen ist in diesem Zeitraum mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von rund 20 % gewachsen. Demnach wachsen die Technologien der 4. Industriellen Revolution fünfmal schneller als der Durchschnitt aller Technologiefelder. Erfindungen in den Industrie-4.0-Kerntechnologien IT-Hardware, Software, Konnektivität und Datenmanagement verzeichnen das stärkste Wachstum.

Im Ländervergleich sind die USA mit rund einem Drittel aller Erfindungen führend bei der Anmeldung von Patenten für vernetzte intelligente Technologien. Es folgen Japan, China und Südkorea, wo insb. im Bereich 5G und Big Data große Wachstumszahlen vorliegen.

Die Studie des EPA basiert auf dem Konzept der internationalen Patentfamilien (IPF). Eine Patentfamilie steht für eine Erfindung, die bei mindestens 2 Patentämtern eingereicht und veröffentlicht wurde. Untersucht wurden alle IPF, die weltweit zwischen 2000 - 2018 von Unternehmen und Erfindern in über 350 verschiedenen Technologiefeldern eingereicht worden sind. Die EPA Studie finden Sie unter epo.org/trends-4IR.

9. Februar 2021 – E-Fuels: Deutsche Automobil- und Energieindustrie schreiten gemeinsam voran

Nichts treibt die Automobilindustrie zurzeit mehr um als die Klimaschutzziele. Politik und Wirtschaft haben sich dabei zuletzt verstärkt auf E-Mobilität als Schlüssel zur Dekarbonisierung eingeschossen. Nun zeigt sich aber, dass die Infrastruktur an vielen Stellen überhaupt nicht für das massive Hochfahren der E-Mobilität geeignet ist. Wenn Deutschland also trotz seiner Klimaziele mobil bleiben soll, braucht es Alternativen oder zumindest Ergänzungen zur E-Mobilität.

Rechtskommentar vom 9. Februar 2021


21. Januar 2021 – Das neue Patentgesetz in China

In einem halben Jahr, zum 1. Juli 2021, treten die neuen Regelungen des chinesischen Patentgesetzes in Kraft, die im Oktober 2020 vom Ständigen Ausschuss des Nationalen Volkskongresses China genehmigt wurden. Hier ein Überblick der Neuerungen, insb. für Patentverletzungsverfahren in China.

Erhöhte Schadensersatzansprüche: Das neue Gesetz sieht einen höheren Schadensersatz bei Patentverletzungen vor. Ist der Schaden des Patentinhabers bzw. der dem Patentverletzer entstandene Gewinn schwierig zu bestimmen, kann das chinesische Gericht einen Schadensersatz zwischen RMB 30.000 (ca. €3.800) und RMB 5.000.000 (ca. € 637.000) festlegen. Die Unter- und Obergrenze des möglichen Schadensersatzes wird verglichen mit der aktuellen Situation nunmehr auf das 3- bis 5-fache angehoben.

Geringere Beweislast für Patentinhaber: Ist es dem Patentinhaber nicht möglich, alle Beweismittel für eine Patentverletzung vorzulegen, weil sich Beweise (nur) im Besitz des vermeintlichen Verletzers befinden, sieht das neue Patentgesetz vor, dass das Gericht den Patentverletzer anweisen kann, seine Buchhaltung sowie Beweismaterial, welches sich auf die Patentverletzung bezieht, offenzulegen.

Erhöhte Strafen für Patentberühmung: Die verwaltungsrechtlichen Strafen wegen Patentberühmung (Werbung mit nicht existierenden Patentrechten) werden auf bis zu RMB 250.000 (ca. €. 32.000) deutlich erhöht.

Verlängerung der Verjährungsfristen: Für die Durchsetzung von Patentrechten wird eine längere Verjährungsfrist eingeführt. Die Frist für die Einreichung einer Klage wegen Patentverletzung oder Patentstreitigkeiten über Zahlungen von Lizenzgebühren, wird von 2 auf 3 Jahre verlängert. Die Frist beginnt zu laufen, wenn der Patentinhaber von der Patentverletzung oder Patentstreitigkeit Kenntnis hat bzw. wenn er diesen Umstand hätte wissen müssen.

Neue Patentlizenzbereitschaft: Der Patentinhaber kann (widerruflich) gegenüber dem chinesischen Patentamt (CNIPA) die Absicht erklären, jedem seine Patente mit einer festgelegten Lizenzgebühr zur Verfügung zu stellen. Im Rahmen eines schriftlichen Antrags werden die Lizenzgebühren und die Zahlungsmodalitäten festgelegt. Um die Lizenz zu erhalten, genügt eine schriftliche Mitteilung an den Patentinhaber sowie die Zahlung der im Rahmen der offenen Lizenz bekanntgegebenen Lizenzgebühr. Über die Höhe der Lizenzgebühr kann noch verhandelt werden. Zudem senkt das chinesische Patentamt für den Patentinhaber die Höhe der amtlichen Jahresgebühren soweit noch keine Lizenzen eingenommen werden.

20. Januar 2021 – 3D-Druck: Patent- und Designschutz sichern dauerhaft Vorreiterrolle deutscher Unternehmen

Die Coronakrise hat gezeigt, wie abhängig die Wirtschaft von globalen Lieferketten ist. Und als die Pandemie im Frühjahr ihren ersten Höhepunkt erreichte und Lieferketten unterbrochen waren, griffen viele produzierende Unternehmen auf 3D-Druckverfahren zurück. Haben die großen Marktteilnehmer in den Anfangsjahren noch vorwiegend auf die private Nachfrage gesetzt, entwickelt sich 3D-Printing – zusätzlich gepusht durch die Corona-Krise – mittlerweile zum Megatrend, dessen Zukunft inzwischen klar in der industriellen Nutzung liegt.

Rechtskommentar vom 20. Januar 2021

23. Dezember 2020 – Der Brexit und die Folgen für das Markenrecht

Zum 1. Januar 2021 verlässt das Vereinigte Königreich die Europäische Union („Brexit“). Mit dem Austritt von Großbritannien haben Europäische Unionsmarken und Gemeinschaftsgeschmacksmuster (Designs) dort dann keine Schutzwirkung mehr.

Wir haben für Sie zusammengefasst, wie sich der Brexit auf bestehende und zukünftige Marken- und Designschutzrechte auswirkt. Unsere Zusammenfassung soll helfen zu prüfen, ob bzw. welche Maßnahmen Anfang 2021 noch veranlasst werden sollten.

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